Warum es uns so schwer fällt, Vertrauen ins Leben zu haben
Viele Menschen wünschen sich Vertrauen ins Leben.
Und gleichzeitig fällt genau das oft unglaublich schwer.
Denn wenn wir ehrlich sind, versuchen die meisten Menschen ihr Leben permanent zu kontrollieren:
die Zukunft,
ihre Sicherheit,
ihre Beziehungen,
ihren Körper,
ihre Arbeit,
ihr Geld,
ihre Gesundheit.
Vielleicht, weil wir irgendwann gelernt haben,
dass Kontrolle Sicherheit bedeutet.
Doch genau darin liegt oft ein großes Missverständnis.
Denn das Leben lässt sich nicht vollständig kontrollieren.
Und vielleicht beginnt echtes Vertrauen genau an dem Punkt,
an dem wir erkennen,
dass wir nicht alles kontrollieren können.
Meine Erfahrung in einem Flugzeug
Mir selbst wurde dieses Thema vor einigen Jahren auf sehr intensive Weise bewusst.
Ich saß in einem Flugzeug,
als wir plötzlich in eine massive Gewitterfront gerieten.
Das Flugzeug begann unglaublich stark zu rütteln und zu schütteln.
Immer wieder sackte es plötzlich nach unten,
als würde es durch Luftlöcher fallen.
Viele Menschen im Flugzeug schrien.
Manche waren panisch.
Die Angst war im ganzen Raum spürbar.
Und genau in diesem Moment geschah etwas Interessantes in mir.
Ich dachte plötzlich:
Es bringt überhaupt nichts,
jetzt in Panik zu geraten.
Denn ich kann die Situation ohnehin nicht kontrollieren.
Wenn das jetzt wirklich das Ende ist,
dann darf ich es akzeptieren.
Gleichzeitig spürte ich aber auch etwas anderes:
ein tiefes inneres Vertrauen,
dass meine Aufgabe hier auf der Erde noch nicht zu Ende ist.
Also vertraute ich darauf,
dass das Richtige geschieht.
Und tatsächlich:
Wir landeten später sicher.
Am Flughafen hörte ich viele Menschen über diesen schrecklichen Flug sprechen.
Sie klagten,
wie schlimm alles gewesen sei.
Und ich dachte nur:
Ich kann jetzt klagen,
oder dankbar sein,
dass ich noch lebe und gerade etwas sehr Wichtiges verstanden habe.
Was ist Urvertrauen wirklich?
Vielleicht ist genau das Urvertrauen.
Nicht die Vorstellung,
dass niemals etwas Schwieriges passiert.
Sondern die Fähigkeit,
dem Leben auch dann noch zu vertrauen,
wenn wir gerade keine Kontrolle mehr haben.
Viele Menschen verlieren dieses Vertrauen bereits sehr früh.
Durch:
- Unsicherheit,
- Angst,
- emotionale Verletzungen,
- Ablehnung,
- Druck,
- Kontrolle,
- oder Erfahrungen,
in denen sie sich nicht sicher gefühlt haben.
Dadurch entsteht oft ein innerer Zustand,
in dem wir glauben,
ständig kämpfen,
kontrollieren oder funktionieren zu müssen,
um sicher zu sein.
Doch selbst wenn wir versuchen,
alles richtig zu machen,
bleibt oft trotzdem Angst zurück.
Warum?
Weil echte Sicherheit nicht allein im Außen entsteht.
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Vertrauen lernen
Vertrauen lernen bedeutet nicht,
passiv zu werden oder einfach alles hinzunehmen.
Es bedeutet auch nicht,
niemals Angst zu haben.
Es bedeutet eher,
zu erkennen,
dass wir nicht alles kontrollieren müssen,
um getragen zu sein.
Genau das durfte ich in meinem Leben immer wieder erfahren.
Denn egal,
wie schwierig manche Phasen waren,
wie unsicher manche Situationen wirkten,
oder wie wenig ich manchmal wusste,
wie es weitergeht:
Irgendwie wurde immer für mich gesorgt.
Nicht immer so,
wie ich es erwartet hätte.
Nicht immer bequem.
Aber rückblickend wurde ich geführt.
Und genau dadurch ist mein Vertrauen ins Leben immer weiter gewachsen.
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Vertrauen in die göttliche Führung
Auch aktuell werde ich wieder sehr intensiv mit diesem Thema konfrontiert.
Das letzte Jahr war voller Veränderungen,
Unsicherheiten und Übergänge.
Und auch jetzt befinden wir uns wieder in einer Phase,
in der vieles offen ist.
Gerade in solchen Zeiten merken wir oft,
wie stark unser Bedürfnis nach Kontrolle eigentlich ist.
Doch vielleicht geht es im Leben manchmal gar nicht darum,
so schnell wie möglich absolute Sicherheit zu erreichen.
Vielleicht geht es vielmehr darum,
zu lernen,
auch mitten in Unsicherheit verbunden zu bleiben:
mit sich selbst,
mit dem Leben
und mit einer tieferen Führung.
Für manche Menschen ist das Vertrauen ins Leben.
Für andere Vertrauen in Gott.
Oder Vertrauen in die göttliche Führung.
Letztlich sind Worte dafür vielleicht gar nicht so wichtig.
Wichtiger ist die Erfahrung,
dass wir nicht vollkommen getrennt durchs Leben gehen.
Dem Leben vertrauen
Ich glaube,
dass viele Menschen heute unter einem enormen inneren Druck stehen,
weil sie versuchen,
ihr ganzes Leben kontrollieren zu müssen.
Doch das Leben ist kein vollständig kontrollierbarer Prozess.
Es ist Bewegung.
Veränderung.
Entwicklung.
Und vielleicht entsteht Frieden nicht dann,
wenn endlich alles sicher ist.
Sondern dann,
wenn wir beginnen,
dem Leben wieder etwas mehr zu vertrauen.
Selbst mitten im Ungewissen.
Vielleicht befindest auch du dich gerade in einer Phase,
in der das Leben dich auffordert,
mehr Vertrauen zu entwickeln,
obwohl vieles noch unklar erscheint.
Manchmal beginnt Veränderung genau dort,
wo wir aufhören,
alles kontrollieren zu wollen.
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